Winterpflege

Der gut ausgebildete Groomer, wird je nach Hunderasse und deren Eigenheiten einen sinnvollen Pflegevorschlag machen.

Der fürsorgliche Hundebesitzer geht viel zu häufig davon aus, dass zum Beispiel sein langhaariger Hund im Winter friert, wenn er ihn scheren lassen würde. Es muss auch nicht gleich geschoren werden. Eine intensive Fellpflege, durch das Baden des Hundes und den Einsatz von hochwertigen Pflegeprodukten, führt oftmals schon dazu, dass das lange Fell viel einfacher durchzubürsten ist und die Fellpflege Zuhause erheblich vereinfacht.

Neben der Fellpflege bieten die Groomer in ihren Salons auch Teilpflegeprogramme an. Hier kann der Kunde zum Beispiel unter Augen freischneiden, Ohrenpflege, Intimpflege, Pfoten ausschneiden (zum Vermeiden von Schneeklumpen), einfachem Durchbürsten oder einem Bad auswählen.

Bei Hunden mit sehr dichtem Fell ist es durchaus vertretbar, das Fell auch im Winter kurz zu halten. Kürzeres Haar im Winter erleichtert wiederum dem Besitzer die Pflege seines besten Freundes.

Es ist an der Zeit, in Sachen Hundehygiene umzudenken und seinem Vierbeiner einen Wintercheck zukommen zu lassen.

Aromapflege im Winter

Tipps zur aromatherapeutischen Winterpflege:

Um das Immunsystem und die Abwehrkräfte unserer lieben Vierbeiner zu stärken, verabreicht man dem Hund eine Schwarzkümmelöl-Kur. (fettes Pflanzenöl, nicht ätherisches Öl!). Dazu gibt man ab Herbst je nach Hundegröße ca. 1-4TL/tgl. dieses wertvollen Öles zum Futter. 2 Monate lang.

Für die nicht zu vernachlässigende Pfotenpflege bei Salz und Split kann man auf die tollen Hydrolate (=Blütenwässer) zurückgreifen. Ein Pfotenbad in Rosenwasser oder ein einfaches Abwischen der Ballen mit einem mit Lavendelhydrolat besprühten Tuch lindert Reizungen und ist entzündungshemmend.

Danach die Pfotenballen mit einer Pflegecreme, selbstgerührt oder fertig gekauft, einmassieren. Besonders effektiv ist der Pfotenschutz wenn man schon vor dem Spaziergang Balsam draufgibt. Auf Mineralöl basierende Produkte wie Vaseline oder Melkfett schützen zwar kurzfristig, trocknen aber mit der Zeit die Ballen noch mehr aus.

Hier ein simples Rezept für einen selbstgemachten Pfotenbalsam der schützt UND pflegt:

ca. 50g Sheabutter mit 5ml Jojobaöl erwärmen und vermischen, je 1 Tropfen folgender äth. Öle dazu: Rose, Teebaum, Atlas Zeder, Rosengeranie, Patchouli.

Ist die Zwischenzehenhaut schon gerötet weil entzündet, nimmt man stattdessen Lavendel, Kamille blau, Cistrose oder Manuka. (ca. 5 Tr. auf 50 g Balsam oder Aloe Vera Gel). In dieser geringen Verdünnung ist es für den Hund auch nicht schädlich, wenn er an der Pfote leckt.

Was sämtliche Fellpflegemaßnahmen betrifft ist es ratsam in der kalten Jahreszeit auf „kühlende“ äth. Öle zu verzichten. Dies sind zB alle Minze- und Citrusarten. Hingegen haben Ylang Ylang, Kakaoextrakt oder Vanille wärmende Wirkung und gehören somit in jedes „Wintershampoo“ (20 Tr. auf 100ml). Dasselbe gilt für Fellsprays und Conditioner.

Sämtliche Aroma-Produkte sind in bester Qualität bei den Firmen Farfalla, Primavera oder Feeling erhältlich.

Kerstin Ruhsam

Aus dem Fachmagazin special for groomer / Ausgabe 6

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