Herbstgrasmilben

Herbstgrasmilben

(Neotrombicula autumnalis)

 

Die Herbstgrasmilben treten wetterabhängig und saisonal auf und befallen lediglich im Larvenstatium ihre Wirtstiere. Die frisch geschlüpften Larven krabbeln auf hohe Gräser und warten dort bis sie vom vorbeigehenden

Wirtstier abgestreift werden. Im Spätsommer und Herbst, bei warmem und trockenem Wetter, sind sie, wie der Name schon sagt, am aktivsten.

Regionen in denen die Haut besonders dünn ist (z.B. der Zwischenzehenbereich, die Bauchunterseite, die Innenseite der Schenkel, der Nasenrücken und der Bereich um die Augen herum) werden hauptsächlich befallen.

Dort stechen sie in die Haut, wobei sie ihr Speichelsekret in die Haut abgeben, welches das Wirtsgewebe für sie „verdauungsfähig“ macht. Haben die Larven ihre Mahlzeit beendet und sind vollgefressen, fallen sie einfach ab. Erst nach dem Abfallen tritt ein starker Juckreiz ein, allerdings ist dann von den Milben selber nichts mehr zu erkennen. Während sie festsitzen, ist an den befallenen Stellen eine orangerote bis rosarote Verfärbung zu erkennen.

Obwohl die Larven der Herbstgrasmilbe sehr klein sind, sind sie durch ihre charakteristische Färbung mit bloßem Auge zu erkennen.

Auch Menschen werden als Fehlwirt befallen.

Die Herbstgrasmilben übertragen zwar bisher keine gefährlichen Krankheiten, allerdings kann der starke Juckreiz und das daraus resultierende Knabbern und Kratzen zu Sekundärinfektionen führen und in Gebieten mit starkem Vorkommen zur echten Plage für Hund und Halter.

Stark befallene Gebiete sollte man am besten meiden, oder seine Spaziergänge in die frühen Morgenstunden verlegen, denn wenn die Gräser vom Tau noch nass sind, sind die Larven der Herbstgrasmilbe noch nicht aktiv.

 

aus dem Fachmagazin special for groomer / Ausgabe 4

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